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SOMMERLOCH-THEMA: PUBERTÄT!

5. August 2016




Ehrlich gesagt: Niemand braucht sie - außer den Medien. Wir leiden - die lästern oder beschäftigen sich hochwissenschaftlich damit. Mit unserer PUBERTÄT wird in schöner Regelmäßigkeit jeden Sommer wieder das Nachrichtenloch gestopft. Passiert nichts Aufregenderes in der Welt, sind wir mal wieder dran. Aber OK, bei diesem Foto haben Sofie und ich uns doch sehr an unsere Zimmer erinnert gefühlt und darum wollen wir es Euch nicht vorenthalten. Genießt ansonsten Eure "wilden Jahre" und den Sommer!  

Eure Motzi

Der Stern, Nr. 32 vom 4.8.2016
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WAS mir sonst noch ALBTRÄUME macht!

5. März 2016

     
Alle motzen jetzt über unsere Kanzlerin Angela Merkel. MERKELN scheint allmählich zum Synomym für Mistbauen zu werden. Kevin benutzt es ständig:
„Mensch, merkel doch nicht schon wieder rum!“
Meist verwendet man es, wenn einem alles zu viel wird – nicht nur Asylanten – auch Hausaufgaben, Schulstress, Lehrerfragen…
 
Das ist irgendwie ziemlich blöd, denn man könnte es ja auch positiv verwenden, im Sinne von selbstlos helfen zum Beispiel. Also, jemanden, der vor Deinen Augen gestolpert ist und auf dem harten Pflaster liegt, nicht einfach liegenzulassen oder draufzutreten, sondern ihm die Hand zu reichen, damit er wieder aufstehen kann. Gut gemerkelt!
 
Aber nein, immer nur negativ… ich sage jetzt nicht typisch deutsch, denn das ist es ja nicht, wie Hundertausende von positiv merkelnden Helfern in der Flüchtlingskrise beweisen.
 
Klar, ich bin viel zu uninformiert, um mir da ein Urteil erlauben zu können, aber eins kapiere ich doch: Albträume müssen mir nicht die Kriegsflüchtlinge machen, die in Deutschland Schutz suchen, sondern diejenigen, die auf Demos selbstgebastelte Galgen herumtragen, an denen sie unsere Bundeskanzlerin aufhängen wollen und diejenigen, die Asylantenunterkünfte abfackeln.
Vor denen muss man wirklich die Türen verschließen, für Menschen in Not sollten sie aber trotzdem und gerade deswegen offen sein.
 
            c/Tagesspiegel

Sofie und ich träumen nämlich immer noch von einer friedlichen Welt mit freundlichen Menschen. Und an der können wir selber kräftig mit bauen. Durch Abschottung und Stacheldraht geht das nicht. Aber mit :

 

Findet Ihr nicht auch? Wie sehen Eure Erfahrungen und Meinungen dazu aus? Interessiert uns sehr!

Eure Motzi

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Fitter durch POLEDANCE - Gymnastik von... äh... an der STANGE


Also, wenn ein anständiges Mädchen Poledance hört, dann kann es schon mal erröten. Das klingt schließlich nach verruchten Kneipen und Mädchen die auf Tischen tanzen, wobei sie sich mehr oder weniger akrobatisch an eine Stange klammern.
DAS ist aber, wie ich jetzt bei „Supertalent“ gelernt habe, nur ein Teil der Wahrheit.
 
Poledance ist inzwischen eine anerkannte Sportart, um sich fitter zu machen. Weil, die Gymnastik an der Stange den ganzen Körper vom Hals bis in die Fußspitzen trainiert.
Statt Gewichte zu stemmen und wie ein Hamster im Rad über ein Laufband zu traben, kann man sich zu cooler Musik freestyle an der Stange verrenken und daran sogar kopfüber abhängen.
Das Letztere wäre etwas für mich, denn es würde meinem Ruf, ein kleines Faultier zu sein, gerecht werden. Das findet Sofie auch.
Ich würde schon gerne lernen, wie man effektvoll an einer Haltestange steht… warum, das erfahrt ihr in meinem nächsten Buch… und etwas weiter unten. Ich sage nur Haltestange im Bus… und kein Typ von der Stange aber an der Stange. *G* Für sowas wäre Frau dann ja echt gut vorbereitet.
 
Also schaut Euch doch mal um, vielleicht gibt´s bei Euch auch so eine Gymnastikgruppe… oder es stehen in Eurer Turnhalle noch ein paar alte „Kletterstangen“ herum, die ihr einfach umfunktionieren könnt. Dann macht doch einfach ein Poledance-Ballett auf! Irre lustig!

Eure Motzi

 
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IST FRAUSEIN LUXUS?


STOP TAXING MY PERIOD!!!

NO PINK TAX!


Dies sind Protestschreie in Australien und Großbritannien, wo Frauen gegen die Besteuerung von Tampons etc. angehen und schon erste Erfolge verzeichnen können:  Australien und Kanada haben bereits angekündigt die Streichung der TAMPONSTEUER überdenken zu wollen, überall in Europa wachen die Frauen und Mädchen auf!

Natürlich sind wir da solidarisch, aber ist es in Deutschland eigentlich besser?

Auf Tampons zahlen wir 19 % Umsatzteuer, also den Höchststeuersatz.
Es gibt aber seit 1968 auch einen verminderten Steuersatz von 7 % für Güter des alltäglichen Gebrauchs, also Güter die nötig sind. Staunt, was dazu gehört und was nicht:

Dazu gehört                        nicht dazu gehören
Lachskaviar                        Tampons
 
 
 




c/change.org

Dafür, dass wir jeden Monat bluten, um später einmal die Rentenzahler für den Staat in die Welt zu setzen, werden wir auch noch von Vater Staat zur Kasse gebeten. Jawohl, VATER STAAT, denn MUTTER STAAT hätte das längst geändert! Hallo, Mutti Merkel, wäre das nicht was, mal so von Frau zu Frau??? Oder was sagt denn unsere Familienministerin dazu?
Ehrlich gesagt, würde ich mir auch lieber jeden Monat ein Gläschen Lachskaviar reinschieben als einen Tampon!
SCHLIESSEN WIR UNS DOCH DEM inzwischen überall aufkeimenden PROTEST AN:
0% STEUER auch in DEUTSCHLAND auf ARTIKEL für die PERIODE 

STOPPT die BESTEUERUNG unserer PERIODE!


 
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MOTZ MIT und rette die Welt mit mir!

28. Februar 2016


Wenn ich mal meine Meinung etwas deutlicher sage, dann heißt es immer gleich: „Motzi motz nicht schon wieder!“

Aber anders wird man ja als junger Mensch gar nicht beachtet! Ich finde, dass Motzen gar nichts Negatives ist. Wenn einem die Dinge nicht passen, dann hat man auch als pubertierender Schrecken seiner Umwelt das Recht dazu seine Meinung zu sagen.
 
Unter meinem Label Motzi motzt rum beziehe ich darum zu allen Themen und Ereignissen Position, die mir irgendwie auf den Keks gehen und woran meiner Meinung nach dringend etwas geändert werden müsste.

Wie zum Beispiel an dieser dummen Angewohnheit reicher Tussis, sich mit Tierfellen zu behängen und das auch noch stylish zu finden.  Da wird auch dem Guido Maria Kretschmer bei Shoppingqueen immer ganz übel, wenn die Frauen in seiner Sendung das Geld für sowas verplempern. Da ist der zurecht oft richtig sauer.

Sofie und ich sind durchaus am Weltgeschehen interessiert, aber wir wissen auch, dass es Sinn macht, erst mal vor der eigenen Haustür zu kehren. Motzen allein beseitigt noch keine Missstände, aber es ist ein Anfang und kann andere ebenfalls aufmerksam machen. Aufmerksamkeit und Achtsamkeit sind nämlich heutzutage ganz besonders wichtig.

Ich lade Euch darum alle herzlich ein, hier mit mir zusammen über alles zu „motzen“, was Euch in Eurem Leben und unserer Welt nicht gefällt… und wenn Ihr Tipps und Verbesserungsvorschläge habt, dann ist das natürlich noch besser.

Vielleicht können wir ja ein Projekt daraus machen! Also: Let`s motz!


Motzkuh in freier Wildbahn

 
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NO JUNGS! Wozu brauchen wir Kerle?




Mal im Ernst: Wozu braucht ein gesundes, fröhliches Mädchen aus einem normalen Elternhaus und mit einer allerbesten Freundin Jungs? Nur weil es plötzlich 13 Jahre geworden und in die hitzige Phase der Pubertät gekommen ist, führt das ja noch nicht unmittelbar zum Wahnsinn! Ist doch verrückt, sich da auch noch mit Kerlen zu belasten.

Ich muss ja zugeben, Küssen kann man nicht alleine, aber nachdem ich das Experiment mit Gerrit gewagt habe, würde ich lieber diese Kröte hier küssen. Die Wahrscheinlichkeit, dass daraus ein Traumprinz wird, ist tausendmal größer.

KOMM KÜSS MICH
Es muss wohl an den Jungs in meiner Klasse liegen, dass ich immer Nieten ziehe. Sofie hat sich darum gleich etwas breiter orientiert und ist dabei auf Jean-Pascal aus der Parallelklasse gestoßen. Aber muss sie deswegen gleich an ihm kleben bleiben? Was gibt er ihr, was eine Mädchenfreundschaft ihr nicht geben kann? Ich wette, die Knutschen nicht mal. Wozu also der ganze Stress?

Und selbst wenn, selbst wenn sie es täten… also Knutschen… wiegt das den ganzen übrigen Ärger mit diesen Hormonsklaven auf? Kevin würde ich nicht mal mit einer Kneifzange anfassen und auf keinen Fall näher als einen Meter an mich heranlassen. Das kann doch nicht der Sinn der Pubertät sein, dass Mädchen ihren Verstand verlieren und sich von solchen sabbernden Typen abschlecken lassen. Nee, also wirklich… wenn die sich wenigstens nett benehmen würden… ein bisschen romantisch wären… höflich… hilfsbereit… In unserer Klasse Fehlanzeige. Nicht mal meine Zahnlücke zwischen den Vorderzähnen finden die gut… Kann frau also echt vergessen… dennoch… ich würde schon mal gerne so richtig lieb geknutscht werden… Shit-Hormone!

 
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WELT-KUSS-TAG

6. Juli 2015

Hallo Leute, es ist zum aus der Hautfahren! Jetzt habe ich Euch immer noch nicht erzählt, was da mit Manu gelaufen ist... äh... ja... aber ich habe dermaßen viel für die Schule zu tun, dass ich schon überall weiße Kaninchen sehe... Ihr wisst, wenn das der Fall ist, bin ich kurz vorm Durchdrehen.

Also auch heute wieder: WELTKUSSTAG und wer ist immer noch ungeküsst: ICH, MOTZI!!!
Zum Haareraufen!

Aber das sage ich Euch, das wird jetzt alles anders. Bald gibt es Ferien und da haben Sofie und ich nur noch ein einziges Projekt: DIE SACHE MIT DEN JUNGS ein für allemal klar zu machen!

Also, Ihr Lieben, bis bald!
Und allen, die einen richtig netten Freund haben, kann ich , entsprechend dem Motto des Tages, nur wünschen: KNUTSCHT SCHÖN!

Eure Motzi
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"Und das Schicksal ist doch ein mieser Verräter!"

28. März 2015


Sage ich zu Miss Sofie, finde, dass der Titel von John Greens Buch die Situation dieses Flugzeugabsturzes sehr gut trifft und kann meinen Zorn darüber kaum bremsen. Was ist das denn aber auch für eine Gemeinheit, sechzehn Schüler erst im Glauben zu lassen, sie wären Glückskinder, weil sie bei der Verlosung für einen Schüleraustausch gewonnen haben, und sie dann eiskalt in den Tod zu schicken.
„Das ist doch voll der Hohn“, schimpfe ich und frage mich, wie sich die Schüler jetzt fühlen, die damals verloren haben, nun aber die Lucky Loser sind.

Ich muss an Opa Knackstedt denken, der mir mal erzählt hat, dass sein Vater, der im ersten Weltkrieg kämpfte, nie verwunden hat, dass neben ihm mehrere Kameraden von Kugeln zerfetzt wurden, während er überlebte, obwohl er anders als diese Kameraden weder Frau noch Kind zurückgelassen hätte. Er fand, dass er dies Glück nicht verdient hatte.

 „Das hat nichts mit Verdienst zu tun“, meint Miss Sofie aber sofort. „Glück und Pech sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Wenn du sie nur oft genug hochwirfst, gleicht sich das letztendlich wieder aus… wie Kopf und Zahl bei einer Münze… jedenfalls muss man es auf das ganze Leben beziehen.“
„Das stimmt nicht“, falle ich ihr sofort ins Wort. „Die Jugendlichen in dem Buch von John Green sind unheilbar an Krebs erkrankt, wo soll denn da das Glück sein und wo soll es denn noch herkommen, wenn man das Pech hatte schon jung zu sterben? Die haben doch gar keine Chance gehabt!“
Sofie hat wohl das Gefühl, dass ich das Buch nicht richtig verstanden habe, was durchaus sein kann, vielleicht habe ich da echt was überlesen, vielleicht gab es da eine Art von Glück… die ich wirklich nicht kapiert habe… „…aber es ändert doch nichts daran, dass diese Jugendlichen genauso vom Schicksal verarscht worden sind, wie die Schüler, die mit dem Airbus abgestürzt sind.“

Miss Sofie schüttelt den Kopf.

  „Motzi, wir haben doch schon mal darüber gesprochen. Das Schicksal verarscht niemanden. Es ist völliger Unsinn auf das Schicksal sauer zu sein. Es ist nicht gut und es ist nicht böse und es pellt sich ein Ei auf den einzelnen Menschen. Es ist einfach nur eine hilflose Personifizierung eines Prozesses, der weder Sinn noch Verstand hat, und den der Mensch weder erklären noch steuern kann.
Der Mensch kann Flugzeuge steuern, aber er kann offensichtlich nicht verhindern, dass immer mal wieder jemand hinter dem Steuer sitzt, der da nicht hingehört. Ebenso wenig wie Geisterfahrer auf Autobahnen verhindert werden können.
Er kann noch so viele Regeln und Kontrollen in das gesamte Leben einbauen, alles richtig und gut organisieren und dennoch passieren solche Dinge, die dich wütend machen, weil sie ja auch wirklich so total ungerecht wirken.“

„Aber warum? Warum trifft es so viele Unschuldige, eine Familie mit einem Baby, eine Opernsängerin, die so vielen Menschen mit ihrer Stimme Freude geschenkt hat…? Ich begreife das nicht! Diese Menschen haben doch so ein bösartiges Schicksal nicht verdient.“

„Motzi, man verdient sich auch das Leben nicht, darüber haben wir doch schon im Ginko-Baum diskutiert, man bekommt es einfach. Man wird in die Welt geworfen und da ist man dann und muss sich arrangieren. Es gibt kein gutes oder böses Schicksal, es gibt nur glückliche oder unglückliche Umstände… in einer Welt, die so unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten für alles und jeden bereithält, hat letztlich jeder die gleichen Chancen von Glück oder Unglück getroffen zu werden.“

Ich glaube ihr das nicht. Muss aber zugeben, dass es dem Schicksal zumindest egal zu sein scheint, ob es mit seinen Katastrophen gute oder schlechte Menschen trifft.
„Aber dann stimmt es doch auch nicht, dass man selber für sein Schicksal verantwortlich ist, dass man es nur selber in die Hand nehmen muss!“, verstehe ich nun gar nichts mehr. „Wenn doch alles nur unberechenbarer Zufall ist, dann muss ich mich doch gar nicht mehr anstrengen, aus meinem Leben was Besonderes zu machen?!“
Ist doch so. Warum soll ich mich in der Schule anstrengen, wenn mich an der nächsten Ecke, irgendein Amokfahrer umnietet? Kann doch passieren, wenn alles Zufall ist in dieser Chaostheorie, an die Miss Sofie glaubt.

Sofie schweigt. Sie sieht unglücklich aus.

„Was ist? Bist du mit deiner Weisheit am Ende?“
Sie schüttelt zwar den Kopf, sagt aber ziemlich ehrlich: „Ich finde es auch Scheiße, Motzi, und ich glaube, dass es Dinge auf der Welt gibt, die man einfach nicht erklären kann. Aber man darf sich davon nicht runterziehen lassen.“
„So was zieht mich aber runter, total, und es regt mich tierisch auf!“
„Mich auch“, sagt Miss Sofie und wir halten uns plötzlich an den Händen und sind traurig und es ist einfach nur gut, dass wir uns haben und uns gegenseitig trösten können.

Egal, ob das Schicksal ein mieser Verräter oder nur ein Haufen Chaos ist, in dem immer mal wieder Teile zusammenknallen und persönliche oder globale Katastrophen auslösen,  ändern können wir daran wohl nichts. Aber wir können die Herausforderungen, die damit vielleicht auch für uns mal verbunden sein werden, durch unsere Freundschaft besser bestehen.

Darum wünsche ich allen die traurig und unglücklich sind immer gute Freunde an ihrer Seite.

Eure Motzi


 
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ALLES IST MÖGLICH! Man muss sich nur entscheiden können...

23. Februar 2015




Künstler sehen oft andere Möglichkeiten
Das macht mir Angst. Ehrlich! Also, ich sag mal so, es ist natürlich cool, dass unsere Generation sozusagen die Generation der unbegrenzten Möglichkeiten ist, dennoch… Findet Ihr es nicht auch total schwierig, Euch zu entscheiden? Wenn alles möglich ist, heißt das ja noch nicht, dass man auch alles machen kann. Genau genommen kann man nicht einmal einen winzigen Bruchteil all dieser Möglichkeiten wirklich nutzen, die das Universum oder wer auch immer einem bereitstellt.
Ist doch schon jeden Abend ein scheiß Gefühl, wenn ich mich vor die Glotze werfe und GZSZ gucke. Einfach nur, weil ich immer GZSZ geguckt habe und es so viele andere Möglichkeiten gäbe, zwischen denen ich mich ja entscheiden müsste, wenn ich nicht GZSZ gucke. Kapiert?
Das Schlimme an den Möglichkeiten, die man hat, ist, dass man sie nicht alle haben kann, sondern sich für ein paar entscheiden muss. Also heißt das letztlich, dass man in Wirklichkeit nur ganz wenige Möglichkeiten hat.
Miss Sofie sieht das auch so und hält diese Sache mit den unbegrenzten Möglichkeiten für eine Verdummung oder Propaganda oder beides… die nur davon ablenken soll, dass man in Wirklichkeit nicht alles haben kann.
Kindern also so vorzumachen, sie könnten im Leben alles haben, ist darum ziemlich mies. Das muss ja zu ständigen Enttäuschungen führen. Und ich kann mich nicht erinnern, dass meine Mutter jemals beim Shoppen gesagt hätte: „Nimm alles!“ Sondern immer nur: „Nun entscheide dich für ein Teil!“
Selbst Paris Hilton, die ja nun als superreich gilt, kann nicht alles haben. Wenn einer ihrer Handtaschenhunde stirbt, kann sie sich zwar gleich ein neues Exemplar kaufen, aber den, der gestorben ist, kriegt auch sie nicht zurück. Der liegt auf dem Friedhof der Kuscheltiere. Wobei sie da vermutlich auch zwischen vielen Möglichkeiten entscheiden müsste… ich denke, sie wird seine Asche vermutlich zu einem Diamanten pressen lassen und als Ring tragen. Zugegeben, eine Möglichkeit, die unsereins auch nicht wirklich hätte.

Ansonsten hier Miss Sofies Fazit zu dieser Diskussion: Das Leben ist nicht voller Möglichkeiten, sondern voll von Entscheidungszwängen!
Ehrlich gesagt macht mir das ziemlich zu schaffen. Okay. Jetzt entscheide ich mich mal Schluss zu machen oder wäre es vielleicht besser…???

Eure Motzi

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DA fehlen mir die WORTE!

25. Januar 2015

Sterben für Mode für reiche Spinner? Nein!

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PELZE tragen ist PEINLICH!

24. Januar 2015



Sofie und ich sind ja aktive Tierschützer. Also regt es uns auf, wenn Tiere ohne Not getötet werden. Wir sind beide keine militanten Veganer, aber wir essen zum Beispiel keine Babytiere. Also Lämmer, Ferkel und Kälbchen. Auch keine Tiere aus Massentierhaltung, wie zum Beispiel Hühner und Puten und kein Fleisch, für das Schweine  oder Rinder tausende von Kilometern in engen Boxen mit Lastwagen durch halb Europa zu einem Schlachthof transportiert werden.
Dagegen kämpfen wir auch mit Rundmails an unsere Freunde und Bekannten.
Was nun das Tragen von Pelzen angeht, waren wir der Meinung, dass die PETA – Kampagnen die Menschen überzeugt haben, dass man genauso gut auf Kunstpelze zurückgreifen kann und viele Stars und Models haben sich der Initiative angeschlossen.
Nun steht im letzten Stern, dass Pelze wieder total in sind und Stars und Models und vor allem die älteren Star-Designer in Paris und Moskau auf den Tierschutz pfeifen. Das ist so gemein! Miss Sofie findet es einfach unwürdig, für einen Pelz süße Nerze in Käfige zu sperren und am Ende ihres Lebens mit Stöcken zu erschlagen und noch fast lebendig abzuhäuten.
Und wofür frage ich Euch? !
Für so einen Scheiß, wie ein bisschen Fell auf einer Handtasche , einen Fuchsschwanz am Gürtel und einen Puschel Echtfell auf dem Schuh  oder einen  15.000  Euro teuren Nerzschal von Louis Vuitton müssen Tiere oft qualvoll sterben.
Ich habe diese Fotos aus einer von Coras Modezeitschriften und dem Internet und finde es einfach nur unmöglich, wie der Mensch mit der Tierwelt umgeht.
Bitte unterstützt uns, macht bei sowas nicht mit und klärt auch Eure Freunde und Eltern auf. Ich werde Cora auffordern, keine Modemagazine mehr zu kaufen, die für das Tragen von Echtpelzen Werbung machen. In unserem Haus auf dem Couchtisch haben die sowieso nix verloren. Das sind wir unseren Mitgeschöpfen schuldig. Punkt!
Und ja, Cara hat sich auch mal für den Tierschutz eingesetzt, aber jetzt hat sie bei mir echt verschissen! Falls ich mal Model werde, also so nach dem Abi vielleicht, dann werde ich garantiert keine Pelze vorführen. Ist ja eklig!

Eure Motzi

 
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WAS LABERT DER DENN DA? - Die Sache mit der JUGENDSPRACHE!

18. Januar 2015


Ok, da gibt es Leute, die meinem Buch vorwerfen, dass darin Ausdrücke aus der Jugendsprache verwendet werden, die sie nicht kennen.  Auch wenn ich jetzt einen shitstorm auslöse, man muss  Wörter wie „shiggisch“,  "bitchy", „Phone“ und“ bräsig“ natürlich  nicht kennen, es gibt aber durchaus ne Menge Leute, die das tun, und diese sogar benutzen. Auch wenn die keinen Bücherblogg schreiben – das machen nämlich Leute, die so sprechen, in der Tat meistens nicht. Nur zu leugnen, dass es diese Leute auch gibt und  ich deren Sprache, weil ich sie ständig im Ohr habe,  einfach nur  zitiere, zeugt nicht eben von viel Verständnis für mein Anliegen, aus dem Bauch heraus über meinen recht bunten Teenager- Alltag zu reden.
In einem Buch, das eher ein Sudelbuch für meine beste Freundin Miss Sofie ist, muss auch mal „frei Schnauze“ geschrieben und gesprochen werden. Gesprochene Sprache ist eben lockerer, nicht nur unter Jugendlichen. Das kann man mögen oder auch nicht. Ich kenne viele Erwachsene, die viel mehr „Modewörter“  und „Anglizismen“ verwenden als es mir je einfallen würde.  Auch Lehrer, die sich damit cool finden und an ihre Schüler „ranwanzen“.
Miss Sofie meint sowieso, DIE Jugendsprache würde es gar nicht geben, diese sogenannten „Wörterbücher der Jugendsprache“, sammeln mehr oder weniger wahllos alles zusammen, was irgendwie originell erscheint. In Wirklichkeit reden Jugendliche normal und die besonders beliebten „Ausdrücke“ hängen sehr davon ab, wo man lebt: Großstadt, Land, Norden, Süden Osten… mit viel oder wenig Migrationshintergrund usw…. usw…  Alles total multikulti und zufällig und vor allem kurzlebig. Jedenfalls so ähnlich. Recht hat sie!

Einige von den Jungs und Mädchen in meiner Klasse gebrauchen allerdings sehr viele von diesen „Ausdrücken“. Die sind oft aus dem Englischen abgewandelt, wie z.B. ständig alles sweet“ zu finden, was ich persönlich hasse. Oder es sind alte Wörter wie „bräsig“, die plötzlich wieder modern werden, weil sie einfach cool klingen. „Erhaben“ ist zum Beispiel auch so ein Wort, das gefällt auch mir, weil es sehr schön eine ganz besonders erfürchtige Gefühlslage ausdrückt. „Igelschnäuzchen“ für kleine Brüste, war mir als „Ausdruck“ selber neu, aber es klang irgendwie auch witzig und süß, also habe ich es gleich mit in mein Buch aufgenommen.  Ich mag nämlich die „Eleganz des Igels“. *G*

Viele Leute in meinem Alter gebrauchen „jugendliche“ Ausdrücke ja hauptsächlich, um sich von Erwachsenen abzugrenzen. Mit gutem oder schlechtem Stil hat das eher nichts zu tun. Man kann trotzdem für Frau Schönfelder super gute Deutschaufsätze schreiben. Es gehört einfach zu unserem Leben dazu, auch dass einige Leute das voll übertreiben. So wie Kevin und Pricilla. Ich gehöre nicht zu diesen Leuten, denn das würde Miss Sofie gar nicht zulassen. So was geht ihr nämlich echt auf den Keks. Aber natürlich fließt das beim Erzählen mit in mein Buch rein. Und dass ich zurzeit öfters auf dem Schlauch stehe… und … äh… leichte Wortfindungsschwierigkeiten habe,  das dürfte wohl an dem Verschiebebahnhof in meinem Gehirn liegen. Manchmal gehen auch  meinen Gefühle einfach mit mir durch und ich motze einfach los. Das ist eben dieses verflixte Alter, da rutscht einem schon mal was unbeabsichtigt über die Zunge. Das müsst Ihr entschuldigen. Danke!

Ich selber erfinde aber gerne mal meine eigenen „Ausdrücke“, ja, echt, daran habe ich wirklich Spaß.  Ist doch irgendwie kreativ. Ich schreibe ja auch Gedichte. Mit meiner hochgebildeten Freundin Miss Sofie spreche ich, wie gesagt,  natürlich eher sehr gepflegt. Also, normal. „Ausdrücke“ benutzen meistens auch  nur Leute, die meinen, dadurch cooler zu sein und die glauben, sich und anderen das beweisen zu müssen. Davon habe ich einige in der Klasse und die lasse ich natürlich auch in meinem Buch so reden, wie sie es in Wirklichkeit tun. So entlarven sie ihre Hohlheit doch gleich selber.

Ok. Das wollte ich mal loswerden. Vielleicht mögt Ihr mein „Sudelbuch“ aber trotzdem - oder gerade deswegen-  und freut Euch auf den zweiten Band: BFF: Du & ich – gegen den Rest der Welt, der bereits im März erscheint! Da steckt dann mal Miss Sofie in der Krise… und bedient sich ebenfalls ganz spontan jugendlicher Alltagssprache. Tja, da überwältigen sie halt die Emotionen und ehrlich gesagt, finde ich es toll, dass es auch Sofie mal so richtig in Herz und Bauch erwischt!   Freut Euch drauf!  Eure Motzi


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I wish you a merry christmas... I wish you a merry...

19. Dezember 2014


... christmas… I wish you…
Habt ihr auch so allmählich die Nase von Vorweihnachten voll?
Mich ätzt es grade mal wieder komplett an. Mam und Dad haben irgendwas
bestellt, was mir zu Weihnachten eine Freude machen soll und weil sie ja noch sooo viel zu erledigen haben, darf ich jetzt hier zu Hause hocken und warten, dass die Sendung ankommt.
„Es ist doch für dich, Motzi!“
Das geht mir ja sonst wo vorbei. Wenn ich in Zukunft meine Geschenke auf
diese Art und Weise abarbeiten soll, dann kann ich mir die ja wohl gleich selber besorgen.
Warum müssen die denn auch unbedingt bei einem Versandhandel was für mich kaufen? Hab keinen Schimmer, was das sein könnte?  Was ich mir so gewünscht habe, gibt es auch alles hier vor Ort.
Hm, die sollen mir jetzt aber nicht erzählen, dass sie bei XYZ ein paar Euro einsparen und dafür dann meine sehr viel kostbarere Zeit verplempern.
Eltern sind manchmal wirklich kurzsichtig. Dabei muss ich doch auch noch dringend was besorgen…
Naja, wenn sie nix haben wollen, dann hocke ich mir halt vor der Glotze den Popo platt.
Sofie ist nämlich auch nicht bereit mir beim Warten auf den Paketboten Gesellschaft zu leisten, sie ist ja soooo busy!
Ich sag doch, voll der Vorweihnachtsstress!
Jetzt könnte es wirklich langsam mal Weihnachten werden… und etwas Schnee wäre auch nicht schlecht statt ständig kübelweise Regen!
Nein, ich motze ja gar nicht… Kling Glöckchen, klingelingeling! Nervt halt alles!
Eure Motzi
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ABHÄNGEN !

10. Oktober 2014


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Ohne Eltern...


…wäre die Pubertät nur halb so (schön) schlimm!

Stimmt doch! Ich zumindest würde einfach nur in meiner neuen Hängematte abhängen, chillen, niemanden belästigen und tiefenentspannt dabei zusehen, wie mein Gehirn langsam vom Zustand einer chaotischen Baustelle in einen perfekt funktionierenden Bahnhofsneubau übergeht. Mit neuem Fahrplan und Zügen, die pünktlich abfahren und genau da ankommen, wo sie hin sollen.

Gut, das schafft nicht mal die Deutsche Bahn, aber träumen muss ja wohl erlaubt sein und schadet niemandem.
Denkt man so naiv.
Aber dann sind da die Erzeuger, also die Eltern, und fühlen sich – völlig zu Unrecht natürlich – durch mein Nichtstun belästigt. Wieso, ist mir ein  Rätsel.

Elternsein heißt wohl automatisch: Kontrolletti spielen… äh… um im Bild zu bleiben. Das ist so ungechilled und macht mich regelrecht nervös.

Fällt in China vielleicht ein Reissack um, wenn ich nicht jeden Tag gleich nach dem Aufstehen mein Bett mache? NEIN!
Bricht die Ökobilanz für wiederverwertbare Rohstoffe zusammen, wenn ich nicht jede Smoothie- Bottle sofort entsorge, sondern erst mal in meiner Hütte zwischenlagere? Ebenfalls NEIN!
Muss ich jeden Tag Staub beim Wischen aufwirbeln und die Atemluft damit belasten? NEIN, NEIN und nochmals NEIN!

Zählt ihr auch täglich so viele Neins wie ich, wenn ihr euch fragt, warum ihr dies oder jenes tun müsst und ob es jemandem schadet, wenn ihr es nicht tut? Ist  ´ne, echte Pest!
Wen außer meinen Eltern kratzt es, ob ich mir beim Lernen meine Lieblingsmucke auf´s Ohr packe  oder nicht? Ich sehe weder für den Welt- noch für den Familienfrieden ein ernsthaftes Problem darin.

Aber natürlich bin ich mal wieder die Böse -  faul, unordentlich und total auf Opposition gebürstet… voll der Motzkopf
Dabei will ich doch eigentlich nur meine Ruhe haben und meine Menschenrechte nicht jedes Mal beim Eintritt in unsere Wohnung an der Garderobe abgeben.

 Zwischenruf Miss Sofie: „Du übertreibst!“

Wieso?
Habe ich kein Recht auf Intimspäre und einen eigenen Lebensstil?
Ich verlange ja auch von keinem Mitglied meiner Familie, dass es mein Leben kopiert.
In meiner Hängematte wäre eh nicht für alle Platz.
Nur meine Allerbeste, die geht natürlich noch mit rein!
„Ich rutsch ja schon rüber, Miss Sofie!“

 

 
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Ordnung ist das halbe Leben

28. September 2014


Ordnung ist das halbe Leben?

Falsch! Hier irrt der Volksmund! Bei mir ist es jedenfalls nur ein sehr viel kleinerer Bruchteil davon! So´n Hundertstel… allenfalls… oder noch weniger… Wenn es nach mir ginge, könnte man das Wort aus dem Wortschatz streichen! Leben funktioniert auch ohne Ordnung ganz gut – eigentlich sogar besser… hm…hm…hm…la…la…la…

Nehmen wir mal mein Zimmer!


Ich liebe mein Zimmer wie es ist und außer mir muss schließlich niemand drin leben, höchsten mal Miss Sofie, wenn sie mich übers Wochenende besuchen kommt. Und die ist der Ansicht, dass man sich – erste Priorität -  in seiner Butze wohlfühlen muss.

Ich bin ja sowieso der Meinung, dass der Precht (also dieser Philosoph, dessen Bestseller sich meine Mam grade reinfüllt) vollkommen Recht hat.

Liebe und Unordnung gehören einfach zusammen.


Auch bei der Liebe zu meinem ZIMMER.
Je unordentlicher es ist, umso mehr liebe ich es!

Das ist Heimat, das umfängt mich, nimmt mich jeden Abend liebevoll in seine Arme auf…

Mein ungemachtes Bett, das ich nicht mal mehr abdecken muss, heißt mich willkommen…

Die CD, die noch im Player liegt, breitet auf einen einzigen Tastendruck hin, ihren behaglichen Klangteppich zu meinen Füßen aus.
Ich brauche ihn nur betreten und schon wandle ich wie auf Wolken, gerate ins Schweben und kann endlich Träume zulassen…

Was gibt es Schöneres nach einem stressigen Tag?


Leben ist nun mal etwas voll Emotionales und lebt von Inspiration und Spontaneität… Aufräumen dagegen ist was voll Rationales und tötet jede Inspiration ab, legt dem freien Geist Fesseln an und zwingt die Fantasie in fremdbestimmte Ordnungsmuster. Von Menschen erfunden, die andere Menschen damit terrorisieren wollen.

Davon abgesehen:


Man kann mit einem ordentlichen Zimmer einfach nicht kommunizieren! Und Überraschungen erlebt man darin auch nicht.
Das ist wie WhatsApp ohne Freunde oder würfeln mit einem Würfel ohne Augen. Du kriegst nie ne Sechs!  

Ihr kapiert nicht? Haltet mich für durchgeknallt? Dann schaut mal auf die kleine Episode aus dem DREHBUCH meines Lebens:

Szene 1: Motzis Zimmer, Tag. Motzi sucht etwas in ihrem Zimmer und redet dabei mit ihm:

„Eh, wo ist denn wieder mein Mathebuch! Hast du es verschluckt? Nun komm, spuck es aus, ich muss Aufgaben machen…“

Das Zimmer stellt sich taub, weiß aber um die verborgenen Schätze in seinem Inneren und lächelt sanftmütig.

Während ich also noch nach dem Mathebuch suche, finde ich diese mega hippe Zeitschrift mit dem Poster von Cara Delevingne und muss das erst mal rauslösen und an meine Fanwand hängen. Wie die wieder so guckt… Sieht so krass aus und gibt mir tausendmal mehr als ein ödes Mathebuch.

Okay, ich vergesse dann manchmal weiter danach zu suchen, nach dem Mathebuch… und die Aufgaben zu machen… und oft auch, es am nächsten Tag mit in die Schule zu nehmen…
Weil, ich muss ja erst mal die neue Haarkreation und das Augenmakeup von dem Poster ausprobieren…Denn wir sehen uns ja schon etwas ähnlich, die Cara und ich…

Ach so… wegen dem Mathebuch… das kann ja mal passieren… dass man das aus dem Auge verliert…dafür sieht das Poster sowas von toll aus an meiner Wand…
Ich könnte es stundenlang aus meiner Hängematter heraus anschauen…
Ich finde Cara ja sooo cool, voll wild, unangepasst und durchgeknallt… also wenn ich keine Eltern hätte... in mir steckt bestimmt genauso viel Power… aber die darf ich ja nicht rauslassen…


Ein STAR könnte ich sein!


Stattdessen, werde ich zu niederen Hausarbeiten gezwungen!

„Hier“, sagt meine Mutter, kippt mich aus der Hängematte – sowas von brutal – und drückt mir das Saugrohr vom Staubsauger in die Hand.
„Wenn das gnädige Fräulein, dann mal seinen Allerwertesten in Schwingungen versetzten könnte, die der Allgemeinheit dienlich sind!“
Was dient denn daran der Allgemeinheit, wenn ich verdonnert werde, Staub zu saugen?

Sklavenarbeit! Ein völlig undemokratischer Akt! Verstößt garantiert gegen die Menschenrechte… oder so… muss einer doch wohl selber entscheiden können, ob und wann er das macht…in SEINEM Zimmer!

„Schreib eine Beschwerde an den Haager Gerichtshof“, empfiehlt meine Mutter und ich habe den Eindruck, dass sie mein Grundbedürfnis nach Entspannung  weit weniger ernst nimmt, als die paar Staubflusen auf meinem Zimmerteppich.

Hat sie vielleicht eine behandlungsbedürftige Hausstauballergie?
Nö, sie muss weder ständig niesen, noch hat sie verquollene Augen, wenn sie mein Zimmer betritt… na ja, einen etwas unnormalen Blick schon… so panisch irgendwie…

Ich ziehe Miss Sofie zu Rate.


Miss Sofie: „Ich glaube, deine Mutter hat einen Reinlichkeitstick, das ist aber in ihrer Generation fast schon normal und vermutlich auf ein frühkindliches Trauma zurückzuführen. War ihre Mutter „Nur-Hausfrau“?

Ich denke an Oma Inge, Mamas Mutter,  und finde, dass das alles erklärt. Die hat einen Krümelroller, mit dem sie noch während der Familien-Kaffeetafel am Sonntagnachmittag die Krümel vom Tisch rollert. Abartig.

„Was machen wir dagegen?“

Miss Sofie zuckt die Schultern: „Tu deiner Mutter doch ab und zu den Gefallen und räum ein paar Sachen in den Schrank, statt sie auf den Boden davor zu schmeißen…dann kann sie besser saugen…und… äh… mit Kranken muss man liebevoll umgehen.“ 
ARRRGGGGHHH!!!

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NEW GIRL on the BLOG !

14. September 2014

Hallo, ich bin Motzi und begrüße Euch ganz herzlich auf meinem Blog!

Die Idee dazu kam mir, als ich mit meiner BFF Miss Sofie voll relaxed in der Astgabel unseres alten Ginko-Baums hockte und über das Leben nachdachte. Doch, das tun wir manchmal – mit 13 Jahren gibt es ziemlich viel Leben, über das sich ein bisschen Nachdenken lohnt. Das der anderen und das eigene sowieso.

„Ich glaube, ich mache einen BLOG!“, rutscht es mir also spontan heraus.

Miss Oberschlau Sofie blo(g)t sofort ab: „Um einen Blog zu schreiben, müsstest du ja erst mal was zu sagen haben.“

Sie mal wieder, Miss Hochbegabt! Tzz! Als ob ich der Dummy vom Dienst wäre!

„Habe ich, reichlich!“, lasse ich mir aber die Sache nicht madig machen und denke, wenn jemand über das verflixte 13. Lebensjahr und die Pubertät was zu erzählen hat, dann ja wohl ich. Schließlich habe ich tagtäglich mit den Auswirkungen zu kämpfen – wie so ein Guerilla im Dschungelkampf.

Kein guter Vergleich? Finde ich doch. Besser jedenfalls als die Bezeichnungen für unsereins in den Büchern der Bestsellerlisten. Die sind ja wohl voll daneben. Oder fühlt Ihr Euch vielleicht als PuberTIER oder PuberTÄTER?

Was denken sich die Erwachsenen eigentlich dabei, uns so zu betiteln und zu kriminalisieren? Ich könnt Pickel kriegen bei sowas. Täter!? Dabei bin ich nicht mal strafmündig! „Das ist Humor und Ironie“, drückt Miss Sofie ihren Senf dazu aus der Tube.

„Ach, ja? Und auf wessen Kosten?“

„Du musst Verständnis für die Erwachsenen haben“, sagt Miss Sofie, „die haben einfach Angst, weil sie uns von einem Tag auf den anderen nicht mehr verstehen. Hörst du nicht ihre Stoßgebete, die sie verzweifelt zum Himmel schicken?!“

Okay, aber ist das ein Grund uns zur Lachnummer der Nation zu machen?

Trotz Gehirnbaustelle und all der unordentlichen Gefühle, welche die Pubertät mit sich bringt, gibt es schließlich ´ne ganze Menge Lebensthemen, über die es sich wirklich zu reden und zu lachen lohnt und eine Menge, über das ich mich endlich mal richtig ausmotzen möchte.

PuberTÄTER! Tzzz! Wer sind denn hier die Opfer? Haben die Erwachsenen wirklich alle vergessen, wie sie selber sich in dieser reichlich besch…(piep) Lebensphase gefühlt haben?

Also, wenn Ihr bei sowas auch Pickel kriegen könntet, weil ihr selber im Pubi-Sumpf steckt und es darum besser wisst, dann schaut doch mal wieder vorbei.Ich freue mich auf eure Kommentare und Anregungen!

Eure Motzi 


P.S. Meine Allerbeste Miss Sofie ist natürlich doch mit dabei und beteiligt sich sogar mit Ihrer Psycho-Couch. Also packt Euch da ruhig mal drauf – ist echt gechillt und hilft weiter.
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